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Verkehrspolitik

2026


Weniger Systeme, mehr Wirkung

Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr lebt von Übersichtlichkeit, Integration und Effizienz. Trotzdem werden in vielen Städten ständig neue Systeme vorgeschlagen – von Seilbahnen über Magnetschwebebahnen bis zu Flugtaxis. Was als Innovationsoffenheit gilt, führt in der Praxis zur Zersplitterung von Ressourcen, Planungsaufwand und Aufmerksamkeit.

Magnetschwebebahn

Die Magnetschwebebahn wird immer wieder als potenzielles Verkehrsmittel für den städtischen Nahverkehr ins Gespräch gebracht – zuletzt in München, Berlin und Hamburg. Durchgesetzt hat sie sich nirgendwo. Ihre Schwächen liegen nicht nur in der Technik selbst, sondern auch im fehlenden Bezug zu den tatsächlichen Anforderungen eines leistungsfähigen ÖPNV.

Kostenloser Nahverkehr

In Fachkreisen und Verbänden überwog Skepsis: zu hohe Kosten, fehlende Infrastruktur, ungelöste Kapazitätsfragen. Auch BSAG, verschiedene Verbände und Parteien in Bremen lehnten den Nulltarif ab. In der Bevölkerung und bei Teilen der Linken sowie der Klima- und Umweltbewegung fand er dagegen breiten Zuspruch.

Flugtaxis

Elektrische Senkrechtstarter (eVTOL), umgangssprachlich Flugtaxis, werden seit Jahren als nächste Mobilitätsrevolution vermarktet. Besonders in Bayern erhielten sie politische Aufmerksamkeit, weil dort mehrere Unternehmen der Branche ansässig sind. Die bayerische Landesregierung bewarb die Technologie als industriepolitischen Leuchtturm, forderte für konkrete Finanzierungsrisiken aber Bürgschaften und Kreditabsicherungen vom Bund.1 Mehrere beteiligte Unternehmen gerieten inzwischen in finanzielle Schieflage.2 Das zeigt, wie hoch der Kapitalbedarf ist, wie langwierig die Zertifizierung und wie unausgereift die Geschäftsmodelle.

2025


Mobilitätsarmut

städtische Herausforderung: Begriffserklärung zur Mobilitätsarmut mit Bezug auf urbane Räume, sowie Erläuterung des Problems