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ÖPNV

2026


Weniger Systeme, mehr Wirkung

Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr lebt von Übersichtlichkeit, Integration und Effizienz. Trotzdem werden in vielen Städten ständig neue Systeme vorgeschlagen – von Seilbahnen über Magnetschwebebahnen bis zu Flugtaxis. Was als Innovationsoffenheit gilt, führt in der Praxis zur Zersplitterung von Ressourcen, Planungsaufwand und Aufmerksamkeit.

Fähren im Nahverkehr

Fähren können im städtischen Verkehr eine sinnvolle Ergänzung sein, wie Hamburg, Kopenhagen und Oslo zeigen. Dort verbinden sie Stadtteile über Gewässer, wo Brücken oder Tunnel fehlen oder überlastet sind, und sind eng in das bestehende ÖPNV-System integriert: Fahrpläne, Tarife und Anschlüsse sind abgestimmt. Auch in diesen Städten gelten sie als Nischenangebot, das nur unter bestimmten topografischen und verkehrlichen Bedingungen funktioniert.

Autonome Busse

Autonome Busse tauchen in der verkehrspolitischen Debatte regelmäßig als verheißungsvolle Lösung auf: selbstfahrende Fahrzeuge, die flexibel, effizient und rund um die Uhr verfügbar sein sollen. Pilotprojekte in Berlin, Hamburg, Monheim und Bad Birnbach haben diese Versprechen unter realen Bedingungen geprüft.1 Das Ergebnis ist nüchtern: Unter idealen Bedingungen auf klar definierten Strecken ist das Fahren ohne menschliche Eingriffe möglich, aber nur mit niedrigen Geschwindigkeiten – in Bad Birnbach etwa betrug die Betriebsgeschwindigkeit trotz technisch möglicher 40 km/h nur 15 km/h2 – und häufigen Eingriffen durch Aufsichtspersonal. Von einem Ersatz für klassischen Linienverkehr kann keine Rede sein.

2025


Bild von streikenden Demonstranten

Warum im ÖPNV wieder gestreikt wird

Der Bremer Nahverkehr befindet sich in einer Krise. Wir unterstützen die Forderungen der Streikenden nach einem bundesweiten Manteltarifvertrag und besseren Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig fordern wir die Politik auf, endlich eine nachhaltige Finanzierungslösung für den ÖPNV zu finden.

2020


Foto vom Gewerkschaftssekretär Franz Hartmann

"Mehr Klimaschutz braucht mehr ÖPNV"

Verdi, Einfach Einsteigen und weitere Akteure aus dem Bremer Verkehrswendebündnis demonstrierten am 18.9. gemeinsam unter dem Motto: “Mehr Klimaschutz brauch mehr ÖPNV” für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung im ÖPNV. Wir haben Franz Hartmann, Gewerkschaftssekretär in Bremen bei Verdi, zu den Forderungen der Gewerkschaft befragt.