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Mobilitätsarmut in Bremen und Bremerhaven

Mobilität ist mehr als ein Weg von A nach B – sie schafft Zugang zu Bildung, Arbeit, Freizeit und sozialem Leben. Mobilitätsprobleme sind also automatisch mit sozialen Ungleichheiten verbunden. Wo hakt es in Stadstaat?

Fahrradinfrastruktur

Zwar weist Bremen einen im Bundesvergleich hohen Radfahreranteil auf (26%), doch stagniert dieser seit Jahren. Die Instandhaltung von Fahrradwegen wird stark vernachlässigt und der Ausbau der Infrastruktur bleibt lückenhaft und fällt weit hinter die Ziele zurück, ebenso in Bremerhaven, wo es keine bzw. kaum Radverbindungen gibt, wo Fahrräder Vorrang haben. Der Radverkehrsanteil liegt hier bei 15%.

Maroder Radweg
ÖPNV- Ausbau

Der Modal-Split des ÖPNV in Bremen ist mit 16% verglichen mit ähnlich großen Städten unterdurchschnittlich. Innerhalb der Stadtteile gilt zwar: “Stadt der kurzen Wege”- doch die Vernetzung der Subzentren untereinander ist ausbaufähig. Je zentrumsferner, desto unzuverlässiger ist die Anbindung- wer in Bremen-Nord, Lillienthal oder Marßel wohnt, ist weniger komfortabel unterwegs und damit im Alltag eingeschränkt.

Bahngleise
Aufteilung des öffentlichen Raums

Für eine höhere Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Barrierefreiheit in Innenstadt und Wohnquartieren braucht es ein weniger autozentriertes Verständnis im Umgang mit dem Raum, der uns allen gehört- auch Fußgänger:innen und Radfahrer:innen.

public space
Barrierefreiheit

Laut Daten des Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) waren 2022 noch über 70% der Bushaltestellen in Bremen nicht barrierefrei. Bei weiteren 20 Prozent ist technische oder fremde Hilfe erforderlich, um überhaupt einsteigen zu können.

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