Das Bremer Bündnis Verkehrswende kritisiert die kurzfristige Absetzung der geplanten Optimierung der Parkraumbewirtschaftung von der Tagesordnung, da die Erhöhung der Parkgebühren und die Reduzierung der Parkhöchstdauer als unabdingbare Weichenstellung zur Reduzierung des Parksuchverkehrs, Förderung klimafreundlicher Mobilität und zur gerechteren Verteilung des öffentlichen Raumes angesehen werden.
Einfach Einsteigen befürchtet eine einseitige, fahrradfokussierte Verkehrswende durch die Grünen in den Koalitionsverhandlungen. Dazu kritisieren wir das 365-Euro-Ticket als Scheinlösung und fordern stattdessen eine umfassende Strategie mit dem Einfach Einsteigen Konzept, um alle Bürgergruppen zu erreichen und die Umstiegsbereitschaft der Autofahrer zu nutzen.
Einfach Einsteigen “belagerte” unmittelbar nach der Bremer Landtagswahl am 27. und 28. Mai 2019 das Bremer Rathaus mit einer Aktion, unterstützt durch den “Omnibus für direkte Demokratie”, um Unterschriften für ihre Petition zu sammeln und die Bremer Politik sowie Bevölkerung aufzufordern, eine umfassende Verkehrswende mit Fahrscheinfreiheit und Netzausbau umzusetzen.
Ein breites Bremer Bündnis von Mobilitäts- und Umweltverbänden fordert kurz vor den Koalitionsverhandlungen in einem gemeinsamen Appell eine umfassende Verkehrswende, indem Rad-, Fuß- und Nahverkehr zu den dominanten Verkehrsträgern auf Kosten der individuellen PKW-Nutzung werden und das Verkehrsbudget zugunsten des Umweltverbunds signifikant angepasst wird.
Eine von Einfach Einsteigen in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass eine überwältigende Mehrheit (72 %) der Bremer*innen für eine umfassende Verkehrswende zugunsten von Auto-Alternativen positiv gestimmt sind und dass 65 % der befragten das eigene umlagefinanzierte, fahrscheinfreie Nahverkehrskonzept für eine grundsätzlich gute Idee halten. Gestützt von diesen Ergebnissen fordert Einfach Einsteigen den Bürgermeister auf, die Verkehrswende zur Chefsache zu erklären.
Einfach Einsteigen fordert angesichts des Verkehrs- und Klimastaus in Bremen den neuen Senat zum schnellen Handeln auf und hat eine Petition gestartet, die bereits über 1500 Unterstützer für das umlagefinanziertes, fahrscheinfreies Nahverkehrskonzept gewinnen konnte, um das Thema in die Koalitionsverhandlungen einzubringen.